Die politische Geschichte Münchens ist geprägt von herausragenden Persönlichkeiten, die einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Stadt geleistet haben. Die bayerische Landeshauptstadt befindet sich auf einem kontinuierlichen Weg des Wachstums und der Expansion in allen Bereichen. Die Geschichte Münchens ist reich an Ereignissen. In diesem Artikel berichten wir über die „ersten Schritte“ der Stadt und ihren ersten Bürgermeister. Mehr dazu auf munichyes.eu.
Die „ersten Seiten“ einer großen Geschichte
Die Geschichte Bayerns als Freistaat begann im Jahr 1919 mit der Proklamation der Bayerischen Räterepublik. München spielte eine außergewöhnlich wichtige Rolle bei der Entwicklung des gesamten Gebiets. Es wurde Schauplatz wichtiger politischer Ereignisse in ganz Deutschland. Hier wurde der berüchtigte „Hitlerputsch“ organisiert, der zur Verhaftung Adolf Hitlers führte. Die damals noch wenig populäre NSDAP wurde vorübergehend im gesamten Deutschen Reich verboten.
Aufgrund der bedeutenden Rolle, die die bayerische Hauptstadt bei der Förderung der nationalsozialistischen Bewegung spielte, wurde München im Volksmund als „Hauptstadt der Bewegung“ bezeichnet. Gleichzeitig war die Stadt ein Zentrum des studentischen Widerstands, der durch die Gruppe „Weiße Rose“ repräsentiert wurde.
Das Leben in München pulsierte. Doch wer stand damals „am Steuer“?

Der Oberbürgermeister Münchens und seine Amtszeit
Von 1919 bis 1924 bekleidete Eduard Schmid das Amt des Oberbürgermeisters der bayerischen Landeshauptstadt. Geboren am 15. Oktober 1861, entschied sich Schmid erst spät für eine politische Karriere. In jungen Jahren arbeitete er als Schreiner und Redakteur einer deutschen Zeitung.
Die Welt der Politik zog ihn jedoch in ihren Bann. 1899 trat Schmid der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) bei. Am 26. Juni 1919 wurde er zum Oberbürgermeister Münchens gewählt und damit der erste Sozialdemokrat in dieser Position.
Schmid übernahm die Führung der Stadt in einer Zeit des offensichtlichen Niedergangs. Diese Periode war geprägt von Hunger, häufigen Streiks, Arbeitslosigkeit, politischen Umstürzen und wirtschaftlichen Problemen. Dennoch gelang es ihm, die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern.
Während seiner Amtszeit verbesserte er die Wasserversorgung und die Elektrizitätsversorgung der Stadt. Auf seine Initiative hin begann die Isar-Ausbau zur Energiegewinnung im industriellen Maßstab. Zudem initiierte er den Bau einer Straßenbahnwerkstatt und eines Altenheims. Schmid arbeitete hart und effektiv für das Wohl der Stadt und ihrer Einwohner.
Doch 1923 ereignete sich eine Reihe von Ereignissen, die das Leben in München erheblich beeinträchtigten. Eine schwere Wirtschaftskrise führte dazu, dass viele Bürger ihre Ersparnisse verloren. Die Stadt stand erneut am Rande des Ruins.
Im selben Jahr fand der berüchtigte „Hitlerputsch“ statt – ein gescheiterter Versuch eines Staatsstreichs, der zahlreiche Morde und Verhaftungen zur Folge hatte. Eduard Schmid wurde ebenfalls verhaftet und entging nur knapp der Hinrichtung durch den Strang.
1924 trat der amtierende Bürgermeister von seinem Amt zurück. Seine Amtszeit endete, doch seine Errungenschaften blieben unvergessen. Am 15. Oktober 1931 wurde Eduard Schmid die Ehrenbürgerschaft Münchens verliehen. Er verstarb am 8. Juni 1933, nur wenige Monate nachdem die Nationalsozialisten die Macht in der Stadt übernommen hatten.
Die Geschichte der bayerischen Landeshauptstadt ist eine Mischung aus freudigen und schwierigen Momenten. Doch jeder dieser Abschnitte hat München zu dem gemacht, was es heute ist: eine bedeutende wirtschaftliche, kulturelle und touristische Metropole. Jeder politische Akteur hat seinen Beitrag zu diesem globalen Prozess geleistet. Das moderne München vereint alte Traditionen mit neuen Errungenschaften. Große Industrieunternehmen prägen die Stadt, renommierte Universitäten ziehen Studenten an, und Touristen strömen zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Die Geschichte, die München zu diesem hohen Status führte, verdient Respekt und intensive Erforschung.