München, die Perle Bayerns, eine Stadt, in der Tradition auf Innovation trifft, das Bier auf dem Oktoberfest in Strömen fließt und BMW sowie Siemens den Takt der Weltwirtschaft vorgeben. Am Steuer dieses Giganten sitzt Dieter Reiter – ein charismatischer Anführer, der seit 2014 die einwohnerstärkste Stadt Deutschlands leitet. Als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (SPD) ist Reiter nicht nur ein Verwalter, sondern ein Stratege, der zwischen der Bewahrung der „Münchner Lebensart“ und den Herausforderungen der Moderne balanciert: von der Klimakrise bis zur Migration. Im Oktober 2025, als das Oktoberfest gerade mit seinem symbolischen Hammerschlag verklungen ist, bleibt Reiter eine Figur, die Stabilität in turbulenten Zeiten verkörpert. Seine Amtszeit dauert bis 2026, aber schon jetzt lässt sich sagen: Reiter ist ein Oberbürgermeister, der München zu einer „Stadt für alle“ gemacht hat. Mehr dazu auf munichyes.eu.
Frühes Leben: Von der Provinz ins Herz Bayerns
Franz Dieter Reiter wurde am 19. Mai 1958 in der kleinen Stadt Rain am Lech, im Landkreis Donau-Ries, Schwaben, geboren. Es ist eine ruhige bayerische Stadt, in der der Lech das Wasser der Alpen trägt und die Bauern noch an alte Bräuche glauben. Doch das Schicksal verschlug den jungen Dieter bereits im Alter von drei Jahren nach München – 1960 zog die Familie in den Stadtteil Sendling, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Die Schuljahre an Münchner Gymnasien prägten seinen Charakter: diszipliniert, aber mit jenem bayerischen Humor, der später zu seinem Markenzeichen werden sollte.
Reiters Ausbildung ist ein klassisches Beispiel für deutsche Zweckmäßigkeit. 1977 trat er in die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Hof an der Saale ein. 1981 schloss er sie als Diplom-Verwaltungswirt (FH) mit Spezialisierung auf öffentliches Management ab. Dies ist keine Elite-Universität, wie sie viele Politiker besucht haben, sondern eher eine „Schule des Lebens“ für Bürokraten – das ideale Fundament für eine Karriere in der Stadtverwaltung. Reiter ist mit Petra Reiter verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und verbringt nach eigenen Angaben gerne Zeit mit der Familie bei traditionellen bayerischen Mittagessen. Er ist Mitglied der Gewerkschaft ver.di, des Münchner Mietervereins und sogar Ehrenmitglied der Georg-von-Vollmar-Akademie – was seine sozialdemokratischen Wurzeln unterstreicht.
Karriere: Vom Kassenwart zum Wirtschaftsboss

Reiters Karriere ist ein Aufstieg in der städtischen Hierarchie Münchens, bei dem jede Position eine Schule der Verantwortung war. Ab 1981, direkt nach seinem Abschluss, trat er in die Stadtkämmerei – die Finanzabteilung der Stadt – ein. Zunächst als Sachbearbeiter, dann als Pressesprecher, später als Leiter des Kassen- und Steueramtes. Bis 2009 stieg Reiter zum stellvertretenden Stadtkämmerer auf und verwaltete Budgets in Milliardenhöhe. Dies war eine Zeit, in der München einen Boom erlebte: Die Olympiade 1972 hatte ein Erbe hinterlassen, und die 90er Jahre brachten die Privatisierung. Reiter lernte, zwischen Wirtschaftsreformen und sozialen Garantien zu manövrieren.
Im April 2009 wurde er zum berufsmäßigen Stadtrat ernannt – als Referent für Arbeit und Wirtschaft. Hier offenbarte sich Reiter als Reformer. Er widersetzte sich der Privatisierungswelle und bestand auf der öffentlichen Kontrolle über die städtischen Krankenhäuser der München Klinik. „Medizin ist keine Ware“, erklärte er und stellte sich damit gegen nationale Trends. Reiter kürzte auch die Subventionen für die Neue Messe München und konzentrierte sich auf nachhaltige Entwicklung. 2013, nach der Auflösung des Tourismusamtes, wurde er „Festleiter“ des Oktoberfestes – eine Rolle, die ihm zusätzlichen Charme verlieh. Und dann der Skandal von 2013: eine Reise zum Champions-League-Finale auf Einladung des FC Bayern. Die Staatsanwaltschaft sprach ihn frei, aber es war eine Lektion in Sachen Transparenz.
Politisch ist Reiter ein typischer Sozialdemokrat. Seit seiner Jugend SPD-Mitglied, lebte er bis 2011 in der Vorstadtgemeinde Straßlach-Dingharting, wo er 2008 erfolglos für den Gemeinderat kandidierte. Dann zog er in den Münchner Stadtteil Au, wo er den lokalen Parteivorsitz übernahm. 2011 nominierte ihn die Münchner SPD einstimmig zum Oberbürgermeisterkandidaten – als Nachfolger von Christian Ude, der die Stadt 21 Jahre lang regiert hatte.
Wahl und die ersten Jahre: Sieg über die Konservativen

Die Wahl 2014 war ein Triumph. Im ersten Wahlgang erhielt Reiter 51 %, lag aber Kopf an Kopf mit Kristina Frank von der CSU. Am 30. März 2014 – 56,7 % der Stimmen, und München hatte nach einem Vierteljahrhundert wieder einen sozialdemokratischen Oberbürgermeister. Reiter schlug eine Koalition mit der CSU vor, was zur Ernennung von Josef Schmid zum Zweiten Bürgermeister und Christine Strobl zur Dritten Bürgermeisterin führte. Dies beendete die „rot-grüne“ Koalition mit der Piratenpartei.
Die Wiederwahl 2020 war noch überzeugender: Trotz 47,9 % im ersten Wahlgang, im entscheidenden Schritt – 71,7 % gegen Frank. Reiter wurde zum Symbol der Einheit: München mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern ist eine Mischung aus Bayern, Türken, Italienern und Start-up-Gründern. Sein Slogan: „Eine Stadt für alle“ – keine leeren Worte. Als Vorsitzender der Ausschüsse für Stadtplanung, Arbeit, Finanzen und Personal kontrolliert er die Schlüsselbereiche: von der Stadtplanung bis zum Haushalt.
Errungenschaften: Von Ökologie bis Wirtschaft
Reiter ist ein Oberbürgermeister der Tat. Im Bereich der Wirtschaft führte er München zurück an die Spitze: Heute ist die Stadt ein Hub für IT, Automobilindustrie und Biotechnologie. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke München (Energie), der MVG (Verkehr), des Flughafens und der Messe sicherte er Investitionen in grüne Energie. 2021, mit einer „grün-roten“ Mehrheit, machte Reiter die Rückkehr zu Windows auf städtischen Computern rückgängig und kehrte zu Open-Source zurück – eine Antwort auf die Kritik der „Grünen“.
Die Sozialpolitik ist seine Stärke. Reiter schützte die städtischen Kliniken vor der Privatisierung und erweiterte die Programme für Flüchtlinge. 2016 erhielt München den Wilhelm-Hoegner-Preis für seine Migrationsstrategie. Er ist Ehrenfeuerwehrmann, Mitglied des Deutschen Museums und des Ifo-Instituts. 2021 erhielt er den Bayerischen Verdienstorden und 2016 den Karl-Valentin-Orden für seinen Humor.
Kulturell ist Reiter ein Hobbymusiker. 2018 veröffentlichte er eine Benefiz-CD mit Weihnachtsliedern für das Klinikum Schwabing.

Und das Oktoberfest? Jedes Jahr – sein „O’zapft is!“ – zwei Hammerschläge, die das Fass anstechen. Im Jahr 2025, am 20. September, startete das 190. Fest unter seiner Schirmherrschaft, trotz der Überfüllung, für die er sich am 30. September entschuldigte. „Sicherheit geht vor“, sagte der Oberbürgermeister und schloss die Zelte für eine Stunde.
Herausforderungen blieben nicht aus: die COVID-19-Pandemie, das Hochwasser 2021, steigende Wohnpreise. Reiter investierte über die GWG und die GEWOFAG in sozialen Wohnungsbau und kämpfte gegen die Gentrifizierung. Ökologie: Ausbau der Radwege, Solarpaneele auf den Dächern. 2024 wurde München „grüner“ – das Ziel: eine klimaneutrale Stadt bis 2035.
Gegenwart und Zukunft: Ein Oberbürgermeister in Zeiten des Wandels

Stand Oktober 2025 ist Dieter Reiter in der Blüte seines Lebens. Er sieht jünger aus als er ist: dynamisch, freundlich, mit einem bayerischen Akzent in seinen Reden. Im Präsidium des Deutschen Städtetages nimmt er Einfluss auf die Bundespolitik. Kritiker werfen ihm Bürokratie vor, aber Befürworter loben die Stabilität: Arbeitslosigkeit bei 3,5 %, BIP pro Kopf über 70.000 Euro.
Reiter träumt von München als einer „offenen, toleranten, sozialen und wirtschaftlich erfolgreichen Stadt“. Mit seiner Frau Petra sind sie ein typisch bayerisches Paar. Sie lieben Spaziergänge im Englischen Garten, Konzerte in der Residenz. Das Ehepaar sind auch glückliche Eltern: Ihre drei gemeinsamen Kinder sind ihr ganzer Stolz.
2026 stehen die nächsten Oberbürgermeisterwahlen in München an. Dieter Reiters weiteres Schicksal in diesem Kontext wird später entschieden. Sein Erbe ist jedoch bereits in die Geschichte eingeschrieben: von der Rettung der Krankenhäuser bis zum „O’zapft is!“ 2025. Dieter Reiter ist nicht einfach nur ein gewöhnlicher Stadtoberhaupt. Er ist ein wahrer Hüter der Seele Münchens, wo Tradition auf den morgigen Tag trifft.
Verwendete Quellen: facebook, br.de, oktoberfest.de.