Die Geschichte Deutschlands ist voller herausragender Persönlichkeiten mit faszinierenden Biografien. Ein tiefer Einblick in ihre Lebenswege eröffnet eine spannende Reise in die Vergangenheit und erweitert den eigenen Horizont.
In diesem Artikel beleuchten wir das Leben einer Persönlichkeit, die ihre Spuren in der Weltgeschichte hinterlassen hat. Robert Olejnik – ein berühmter deutscher Kampfpilot und aktiver Teilnehmer an den Kriegshandlungen während des Zweiten Weltkriegs. Mehr dazu auf munichyes.eu.
Frühe Jahre
Robert Olejnik wurde am 9. März 1911 in Essen geboren, verbrachte jedoch den Großteil seines Lebens in München, der Hauptstadt Bayerns. Seine Familie bestand aus einer deutschen Mutter und einem ukrainischen Vater, der vor dem Ersten Weltkrieg nach Deutschland ausgewandert war. Der Vater arbeitete als Bergbauingenieur, während Robert schon früh von der Fliegerei träumte und diesen Weg auch einschlug.
1933 trat Robert in die „Deutsche Verkehrsfliegerschule“ ein, die damals auch eine Tarnorganisation für die Ausbildung von Militärpiloten war. Damit begann seine militärische Laufbahn.
Militärkarriere des Piloten
1935 trat Olejnik in die Luftwaffe ein und arbeitete zunächst als Ausbilder. Sein weiterer Werdegang führte ihn über verschiedene Positionen, darunter Jagdflieger und Kommandant von Einsatz- und Teststaffeln.
Im Juni 1940 wurde er der zweiten Staffel der zweiten Gruppe des Jagdgeschwaders 3 „Udet“ zugeteilt. Während des Krieges war er an zahlreichen Einsätzen beteiligt. Am 26. August 1940 schoss er sein erstes Flugzeug ab, eine britische „Hawker Hurricane“. Wenige Tage später, am 5. September, folgten zwei weitere Abschüsse – britische „Supermarine Spitfire“-Jäger. Bis zum Angriff auf die Sowjetunion hatte Olejnik fünf Luftsiege errungen.
Sein erster Erfolg an der Ostfront war der Abschuss eines sowjetischen Jagdflugzeugs vom Typ „I-16“ bei Lemberg am 22. Juni 1941. Am 14. August wurde er selbst abgeschossen und musste in der Region Kiew notlanden. Bis Ende 1941 hatte Olejnik 37 Luftsiege erzielt. Am 27. Juli desselben Jahres erhielt er das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
1943 wurde Olejnik zum Kommandanten eines Jagdgeschwaders ernannt. Noch am selben Tag schoss er seinen ersten Bomber, eine „B-17“, ab.
Im Oktober 1943 wurde ihm die Erprobung des Raketenabfangjägers „Messerschmitt Me 163 Komet“ anvertraut. Am 21. April explodierte der von ihm gesteuerte Jäger unerwartet. Olejnik erlitt schwere Verletzungen, überlebte jedoch. Nach einer monatelangen Rehabilitation kehrte er in den Dienst zurück, konnte jedoch aufgrund seiner Wirbelsäulenverletzungen nicht mehr selbst fliegen.
Insgesamt absolvierte Robert Olejnik etwa 680 Kampfeinsätze und erzielte 42 Luftsiege.

Auszeichnungen und Erfolge
Der deutsche Kampfpilot erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das „Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen der Luftwaffe“, das „Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes“ und den „Ehrenpokal der Luftwaffe“. Olejnik, der 1933 als Gefreiter begann, war 1945 bereits Major.
Robert Olejnik starb am 29. Oktober 1988 in München, wo er auch beigesetzt wurde. In der Nachkriegszeit nahm er aktiv an Veteranentreffen des „JG 400“ teil und hielt diese Verbindung bis zu seinem Tod aufrecht. Sein letztes Treffen fand 1988 statt.
Die Kriegszeit war eine schwierige und schreckliche Epoche, die viele lieber vergessen würden. Dennoch ist es wichtig, diese Zeit und die Biografien der beteiligten Personen zu studieren. Sie sind Teil unserer Geschichte und eine Quelle von Lehren für die Zukunft.