Montag, Februar 23, 2026

Die Aktion für die Freiheit Bayerns in München

Die Zeit des Zweiten Weltkriegs war geprägt von zahlreichen historischen Ereignissen, die unvergesslich in die Weltgeschichte eingingen. Eines dieser Ereignisse war die Aktion für die Freiheit Bayerns, ein Aufstand, der in den letzten Tagen der Kriegshandlungen organisiert wurde. Über die Organisation und die Folgen dieser Aktion berichten wir ausführlich in diesem Artikel. Mehr dazu auf munichyes.eu.

Der Verlauf der Ereignisse

Die Aktion fand am 27. und 28. April 1945 statt. Ihre Hauptorganisatoren und Teilnehmer waren Hauptmann Rupprecht Gerngross und Sonderführer Ottheinrich Leiling, die sich mit Gleichgesinnten zusammenschlossen. Ihr gemeinsames Ziel war es, die bayerische Regierung zur Kapitulation zu bewegen und weiteres Blutvergießen zu verhindern.

Die Hauptziele der Aktion waren die Festnahme der Parteiführer, die Übergabe der Stadt an die amerikanischen Truppen und die Bildung einer eigenständigen Verwaltung. Die amerikanische Seite zeigte sich bereit, den Aufstand in München zu unterstützen, wodurch die Organisatoren ihre Position stärkten und verlässliche Verbündete fanden.

Am 28. April gelang es den Widerstandskommandanten, zwei große Rundfunksender in München zu besetzen – in den Stadtteilen Erding und München-Freimann. Gerngross selbst trat im Radio auf, berichtete über den Verlauf der Aktion und forderte die Bevölkerung zur Kapitulation auf. Auch einige Redaktionen lokaler Zeitungen wurden von den Aufständischen übernommen. Dennoch blieb die erhoffte Unterstützung der Bevölkerung aus.

Der Widerstand stieß auf heftige Gegenwehr von Paul Giesler, dem Leiter der regionalen NSDAP. Die Teilnehmer wurden verfolgt; einige Hauptakteure konnten fliehen, andere wurden gefasst und später hingerichtet.

Ergebnisse und Folgen

Die Aktion für die Freiheit Bayerns hatte Einfluss auf den Verlauf der Kriegshandlungen in ganz Deutschland. Nach dem Aufstand kapitulierte die Universitätsstadt Augsburg, und kurz darauf brach im Konzentrationslager Dachau ein Aufstand aus. Historiker betrachten die Ereignisse in München als bedeutsam für das gesamte Land. Trotz der Gefahr von Verhaftung und Hinrichtung wagten die Teilnehmer den Widerstand. Paul Giesler, der die Repressionen leitete, wurde später die Position des Reichsinnenministers angeboten, nahm das Amt jedoch nicht an, da er bald darauf Selbstmord beging.

Zur Erinnerung an die Teilnehmer der Aktion wurde ein Platz in München in „Münchner Freiheit“ umbenannt, auf dem eine Gedenktafel errichtet wurde. Die Münchner Bevölkerung kennt und ehrt ihre Geschichte.

Hauptakteure der Aktion

Rupprecht Gerngross – Militärdolmetscher und Anführer der Aktion in München. Geboren in Shanghai, stammten seine Eltern aus München, wohin er später zog. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs kämpfte er an der Front, wurde verletzt und zur Rehabilitation nach Polen geschickt, wo er Zeuge des Holocaust wurde. Diese Erlebnisse führten zu seiner Abneigung gegen den Nationalsozialismus und seiner aktiven Beteiligung am Widerstand. 1945 organisierte er schließlich die Aktion.

Eugen Cumming – Journalist, Dichter und treuer Weggefährte Gerngross‘. 1940 wurde er in die Wehrmacht einberufen und erhielt den Rang eines Sonderführers. Er engagierte sich aktiv im antifaschistischen Widerstand. Nach dem Krieg arbeitete er weiterhin als Journalist, unter anderem für den Sender „Befreiung“.

Die Aktion für die Freiheit Bayerns in München war ein Ereignis, das die militärische Geschichte Deutschlands beeinflusste. Sie gab den Anstoß für weitere Proteste und Widerstände. Die Organisatoren fanden einen ehrenvollen Platz in der Geschichte, die von den Bürgern bis heute studiert und geschätzt wird. Jeder kann diesen Helden seinen Respekt erweisen, denn in München erinnert eine Gedenktafel an diejenigen, die mutig für ihre Überzeugungen eintraten.

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