Historiker betrachten Anton Drexler als Inspirator und Mentor Hitlers. Im Jahr 1919 gründete er in München die Deutsche Arbeiterpartei, die ultrarechte Ansichten und Antisemitismus propagierte. Drexler bemerkte erstmals den talentierten Redner Hitler bei einer Parteiversammlung. Der Politiker trat sofort an Adolf heran und lud ihn ein, Mitglied der Partei zu werden. Bereits im Februar 1921 wurde die politische Organisation reformiert, und Hitler übernahm den Parteivorsitz, berichtet munichyes.eu.
Drexlers Werdegang
Anton Drexler wurde am 13. Juni 1884 in München geboren. Der künftige Politiker wuchs in einer Schlosserfamilie auf. Er besuchte die Volksschule und absolvierte einige Weiterbildungskurse. 1902 begann er als Schlosser in der Hauptwerkstatt der Bayerischen Staatsbahn in München zu arbeiten.
1917 unternahm Drexler erste Schritte in die Politik. Er trat der Deutschen Vaterlandspartei bei. Am 7. März 1918 gründete er gemeinsam mit Kollegen den „Freien Arbeiterausschuss für einen guten Frieden“. Der Politiker erklärte, er wolle so den Willen der Arbeiter zum Sieg stärken. Ein Jahr später gründete Drexler den nationalistischen, rechtskonservativen Politischen Arbeiterzirkel.
Er positionierte sich offen gegen die Bolschewiken und vertrat antisemitische Ansichten. In seinem Werk Mein politisches Erwachen bezeichnete Drexler den Bolschewismus als jüdischen Betrug. 1919 gründete er gemeinsam mit Karl Harrer die Deutsche Arbeiterpartei, die im Februar 1920 in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) umbenannt wurde.

Begegnung mit Hitler
Im September 1919 erhielt der Gefreite Hitler den Auftrag, eine kleine politische Gruppe in München zu untersuchen – die Deutsche Arbeiterpartei. Am 12. September, in ziviler Kleidung, besuchte Hitler eine Versammlung der Partei in einem Münchner Bierkeller. Drexler erkannte schnell Hitlers Redetalent und übergab ihm eine Kopie seiner Broschüre Mein politisches Erwachen. Hitler sah darin Möglichkeiten für seinen Aufstieg und wurde rasch ein aktives Parteimitglied.

Die Deutsche Arbeiterpartei
Drexler war besonders unzufrieden mit dem Versailler Vertrag, der Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg schwere Lasten auferlegte. Die Partei, die er gründete, hatte keine klare wirtschaftspolitische Strategie, vereinte jedoch rassistische, antisemitische, nationalistische und antikommunistische Ideen. Drexler gelang es jedoch nicht, große Unterstützung zu gewinnen, da er kein guter Redner war. Hitler übernahm die Parteiführung und wandelte die Organisation zu einer Massenbewegung.

Ende von Drexlers Einfluss
Drexler wurde bald von Hitler aus der Parteiführung verdrängt. Er wurde Ehrenvorsitzender der Partei, verlor jedoch jeglichen Einfluss, als Hitler die Kontrolle übernahm. Drexler zog sich nach 1934 vollständig aus der Politik zurück. Er starb 1942, im Schatten seines früheren Schützlings.